Projekt

Projektbeschreibung


Der Wandel der Gesellschaft spiegelt sich vor Ort wieder. Die Stadt als sozialer Raum ist dabei kein bloßes Abbild des großen Ganzen, sondern ein eigenständiges und eigensinniges Gefüge. Wie nehmen junge Leipziger Entwicklungen in der Stadt wahr und wie verorten sie sich im Streit um öffentliche Gelder? Welche Handlungsoptionen werden erwählt, wenn es um die Durchsetzung von Interessen geht, oder darum, wie man die Stadt als Lebensort gestalten will. Lichterketten, Fahrraddemonstrationen, Petitionen oder qualmende Barrikaden  – wer bevorzugt welche Mittel?


Oder wann werden unkonventionelle Mittel als legitime politische Aktionsform angesehen? Ebenso interessiert uns, wie sich politisch oder zivilgesellschaftlich aktive Gruppen zusammensetzten, und wie sich deren Diskussions- und aushandlungprozesse gestalten? Gewöhnlich geht man von einem engen Zusammenhang von politischer Position und Aktionsform aus – aber stimmt das?


Zu diesem Zweck laden wir bestehende Gruppen zum gemeinsamen diskutieren ein; d.h. diese Diskussionen werden mit Gruppen durchgeführt, die jeweils eine spezifische Perspektive auf die Geschehnisse haben und über einen gemeinsamen Erfahrungsraum verfügen, beispielsweise Schülergruppen, Fangemeinschaften, christliche Jugendorganisationen, politische Diskussion-/Aktionsgruppen oder Sportgemeinschaften.


Eine solches Gruppengespräch in lockerer Atmosphäre mit Getränken und Snacks dauert ca. 90 Minuten. Die Diskussionsrunden mit jeweils ca. 5 Teilnehmenden geplant. Die Anonymität der Teilnehmenden wird gewährleistet, für das Forschungsvorhaben notwendige Tonbandaufzeichnungen der Gruppendiskussionen werden anonymisiert ausgewertet.

Die Audioaufzeichnung der Diskussion liegen auf einer lokalen Festplatte, und die Transkriptionen erfolgen schon mit Abkürzungen statt Namen.


Sehr gerne wollen wir Euch/Sie für eine Teilnahme an einer solchen Gruppendiskussion gewinnen. Meldet Euch bei uns schriftlich über das Kontaktformular oder unter 0341/9718803, auch wenn Ihr noch Fragen habt.

Laufzeit: Februar 2017 bis Januar 2019


Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie Leben“ durch das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.